Sex, Streit, laute Musik – was an den Nachbarn am meisten nervt

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Nachbarn können wunderbar sein, aber auch wahnsinnig nerven. Am meisten gestört fühlen sich Österreicher, wenn sie Streitgespräche, Haustiere oder laute Musik von nebenan anhören müssen. Dabei zeigen vor allem Großstadt-Bewohner und Jüngere wenig Toleranz ihren geräuschvollen Nachbarn gegenüber.

Die Meiers auf der linken Seite streiten mal wieder, der Hund von den Hubers bellt zu unmöglichen Zeiten und der Zigarettenrauch von der WG unten zieht in die Wohnung. Schnell ist in solchen Situationen der nachbarschaftliche Frieden dahin. Das ergab eine repräsentative Umfrage von immowelt.at.* Dabei finden 22 Prozent der Befragten lautstarken Streit oder Gespräche am nervigsten, der kläffende Hund stellt jeden Fünften (20 Prozent) auf die Probe und meint der Nachbar, er müsste seinen Nebenmann musikalisch beschallen, fühlen sich 17 Prozent gestört. Lauten Sex finden sechs Prozent nervtötend, bei Zigaretten kommt bei vielen die Toleranz schnell an ihre Grenzen: 21 Prozent regen sich über Rauch auf, der in die Wohnung zieht.

Ältere Menschen und Kleinstadt-Bewohner sind toleranter

Geht es um Lärm aus der Nachbarschaft, sind Senioren toleranter. So führen 53 Prozent der über 65-Jährigen ein gutes Verhältnis zum Nachbarn. Dies hingegen können nur 29 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sagen. Allerdings liegt das auch im Wohnverhalten begründet, da die Jüngeren im Gegensatz zu Senioren zumeist im Mehrfamilienhaus wohnen.

Zudem spielt die Größe der Stadt eine große Rolle, wie entspannt das Nachbarschaftsverhältnis ist. So haben 44 Prozent der Österreicher, die auf dem Land oder in kleinen Städten unter 50.000 Einwohnern leben, nichts an ihren Nachbarn aussetzen. Anders sieht in Linz, Graz oder Salzburg aus: Hier sind nur 30 Prozent nicht von ihren Nachbarn genervt. 

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Was können Sie bei Ihrer Nachbarschaft überhaupt nicht leiden? (Mehrfachnennungen möglich)

  • Nichts, ich habe Glück mit meinen Nachbarn: 40 Prozent
  • Laute Gespräche (z.B. Streitgespräche, Telefonate): 22 Prozent
  • Rauchender Nachbar, dessen Zigarettenqualm in Ihre Wohnung zieht: 21 Prozent
  • Nervige Haustiere: 20 Prozent 
  • Laute Elektronik (z.B. Staubsauger, TV, Musik): 17 Prozent
  • Laute Gartengeräte (z.B. Rasenmäher, Laubbläser): 12 Prozent
  • Nachtaktiver Nachbar in einer hellhörigen Wohnung: 11 Prozent
  • Lärmende oder spielende Kinder: 7 Prozent
  • Sexgeräusche: 6 Prozent 
  • Optische Beeinträchtigungen, die das ästhetische Empfinden massiv stören (z.B. abscheuliche Deko, Gartenzwerge): 5 Prozent 
  • Im Hausflur abgestellter Kinderwagen oder Rollstuhl/Rollator: 4 Prozent

Ausführliche Ergebnisgrafiken stehen hier zum Download bereit.

* Für die von immowelt.at beauftragte repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2018“ wurden im Februar 2018 österreichweit 501 Personen (Online-Nutzer) ab 18 Jahren befragt.

07.01.2019


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