Von der Haustür in den Skilift: So viel kosten Immobilien in den beliebtesten Wintersportregionen

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Im Sommer perfektes Bergpanorama, im Winter die Skipiste direkt vor der Haustür - Österreichs Skiregionen sind bei Käufern überaus beliebt. Am meisten Geld müssen sie aktuell für Immobilien in Kitzbühel ausgegeben. Das ergab eine von Immowelt durchgeführte Marktanalyse. Wer sich allerdings in den Bezirken Landeck, Liezen und Imst auf die Suche macht, hat die Chance auf ein Schnäppchen.

Kaufpreis-Vergleich Wintersportregionen Österreich, Foto: photog.raph/fotolia.com
Kitzbühel zählt zu den beliebtesten Wintersportgebieten in Österreich. Das schlägt sich auch in den Immobilienkaufpreisen nieder. Foto: photog.raph/fotolia.com

Es ist der Traum aller Wintersportfans – ein eigenes Häuschen inmitten eines Skigebiets. Sobald ausreichend Schnee gefallen ist, heißt es dann: Rein in den Skilift und ab auf die Piste. Doch für den Winterspaß direkt vor der Haustür müssen Käufer in manchen Regionen tief in die Tasche greifen. In einer Marktanalyse von immowelt.at wurden die Kaufpreise von Eigentumswohnungen und Häusern in den zehn österreichischen Bezirken mit den meisten Übernachtungen ausgewertet*.

Kitzbühel ist der Gipfelstürmer bei den Immobilienpreisen

Am teuersten sind Immobilien demnach in der Region Kitzbühel. Hier liegt der mittlere Wert für Kaufimmobilien bei 5.590 Euro für den Quadratmeter. Das dürfte allerdings wenig überraschen, denn die Alpenstadt bietet auch Touristen einen hochpreisigem Urlaubsspaß und lockt Käufer mit Luxusimmobilien – freier Blick auf die Alpen inklusive. Die attraktive Lage mit den beliebten Skigebieten Hochfilzen und Hahnenkamm trägt ebenfalls zu den hohen Kaufpreisen bei. Weitaus weniger Geld muss in Bludenz in Vorarlberg (3.780 Euro) und im Bezirk Kufstein (3.730 Euro) für den Quadratmeter bezahlt werden.

Nicht alle beliebten Wintersportregionen sind teuer

Ob ein Skigebiet bei Touristen beliebt ist, hat allerdings nicht automatisch Auswirkung auf den Kaufpreis von Immobilien. Der Salzburger Bezirk Zell am See mit seinem berühmten Skigebiet Saalbach-Hinterglemm zieht zwar viele Winterurlauber an, die Preise für die Traumunterkunft bewegen sich aber mit 3.660 Euro pro Quadratmeter im Mittelfeld. Das Bundesland Tirol ist bei Touristen ebenso bekannt und beliebt. Doch auch hier ist nicht jede Skiregion gleich teuer. Zwar sollten diejenigen mit kleinerem Geldbeutel das das Tiroler Zentrum rund um das Brixental eher meiden, besser sieht es dafür im Westen aus. Der Bezirk Imst lockt mit einem mittleren Quadratmeterpreis um 2.730 Euro und ist damit das günstigste der zehn analysierten Gebiete. Nur ein wenig teurer ist es im direkt angrenzenden Bezirk Landeck, wo 2.800 Euro für den Quadratmeter bezahlt werden müssen. Am zweitgünstigsten ist die Region Liezen in der Steiermark. Kaufinteressenten müssen hier mit mittleren Quadratmeterpreisen von 2.770 Euro rechnen.

Info

Für alle Bezirke gilt: Am teuersten sind Immobilien, die direkt in den beliebtesten Wintersportorten liegen, denn hier ist die Nachfrage besonders groß. Suchen Wintersportfans also in den Mayrhofen oder Wildschönau müssen sie mit deutlich höheren Kaufpreisen rechnen. Den Suchradius etwas zu erweitern kann sich also durchaus lohnen.

Deutschland: Alpenflair sorgt für hohe Kaufpreise

Auch in Deutschland müssen Wintersportler für die eigene Unterkunft im Skigebiet mitunter tief in die Tasche greifen. Das gilt besonders für beliebte Ferienziele in den bayerischen Alpen. Spitzenreiter ist hier die Region Miesbach, die selbst das hochpreisige Kitzbühel bei den mittleren Quadratmeterpreisen noch übertrifft. Kaufinteressenten müssen hier für die Traumimmobilie 5.660 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Dafür haben sie mit Sudelfeld-Bayrisch Zell eines der beliebtesten Skigebiete in greifbarer Nähe. Auch Garmisch-Patenkirchen nahe der Zugspitze zieht mit seiner elegant-traditionellen Atmosphäre nicht nur viele Touristen, sondern auch viele Kaufwillige an. Knapp 4000 Euro kostet dort der Quadratmeter. Wer dennoch nicht auf Alpenflair rund um die eigene Immobilie verzichten will, sollte sich im Ost- und Oberallgäu umsehen. Hier bewegen sich die Preise um 2800 Euro pro Quadratmeter und damit in einem ähnlichen Rahmen wie in Liezen in der Steiermark oder Landeck in Tirol. Viel günstiger sind Wintersport-Regionen in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Die mittleren Quadratmeterpreise bleiben hier unter der 1000-Euro-Marke.

Die Kaufpreise in den 10 österreichischen Bezirken mit den meisten Übernachtungen in der Wintersaison 2016/2017 im Überblick:

BezirkKaufpreis
Q1-Q3 2018
Übernachtungen
Kitzbühel, Tirol5.590 Euro3.184.337
Bludenz, Vorarlberg3.780 Euro2.632.781
Kufstein, Tirol3.730 Euro2.115.188
Schwaz, Tirol3.700 Euro5.188.950
Zell am See, Salzburg3.660 Euro6.184.679
Innsbruck Land, Tirol3.640 Euro2.745.281
St. Johann im Pongau, Salzburg3.290 Euro5.094.719
Landeck, Tirol2.800 Euro6.017.056
Liezen, Steiermark2.770 Euro2.415.107
Imst, Tirol2.730 Euro3.984.209

 

Die Kaufpreise in den 10 deutschen Landkreisen (mind. ein Skigebiet) mit den meisten Übernachtungen 2017 im Überblick:

LandkreisKaufpreis
Q1-Q3 2018
Übernachtungen
Miesbach, Bayern5.660 Euro2.271.816
Garmisch-Patenkirchen, Bayern4.150 Euro3.334.812
Berchtesgadener Land, Bayern3.210 Euro2.888.290
Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg2.940 Euro4.858.714
Traunstein, Bayern2.910 Euro2.814.088
Oberallgäu, Bayern2.860 Euro6.033.679
Ostallgäu, Bayern2.780 Euro3.252.614
Waldeck-Frankenberg, Hessen970 Euro3.317.026
Hochsauerlandkreis, NRW960 Euro4.143.931
Goslar, Niedersachsen760 Euro2.438.815

 

* Berechnungsgrundlage
Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise in den 10 deutschen Landkreisen und 10 österreichischen Bezirken mit den meisten Übernachtungen waren 38.900 auf immowelt.at und immowelt.de inserierte Angebote. Dabei wurden ausschließlich die Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise. Die Preise geben den Median der in den ersten 3 Quartalen 2018 angebotenen Wohnungen und Häuser wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise.

15.11.2018


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