Schreien, toben, trampeln: Österreicher finden Kinderlärm nicht schlimm

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Toooor, Toooor! Spielen die Nachbarskinder im Hinterhof, wird’s schon mal lauter. Dem Großteil der Österreicher macht das aber genauso wenig aus wie nächtliches Babygeschrei. Während sich die 18- bis 29-Jährigen sogar über den Lärm freuen, ist er für manchen Wohnungssuchenden aber Ausschlusskriterium.

Kinderlärm, Österreicher, tolerant, Foto: iStock/kirza
Kein Grund zum Heulen: Viele Österreicher sind Kinderlärm gegenüber tolerant. Foto: iStock/kirza

Das stört doch nicht! Rund ein Drittel der Österreicher fühlen sich laut einer Studie* von immowelt.at sich durch Kinderlärm nicht belästigt und für viele gehört er sogar zum Wohnen dazu. 41 Prozent der der Meinung, dass er zu gewissen Uhrzeiten auch toleriert werden muss. Für knapp 17 Prozent der Befragten sind spielende Kinder sogar ein Grund zur Freude. Allerdings sollte es sich dabei nicht um mutwilligen Krach zu nachtschlafender Stunde oder Sonntagmorgen handeln.

Geschrei, Getrampel, Getobe: Ältere Österreicher sind tolerant

Das Gerücht, dass vor allem ältere Zeitgenossen so ihre lieben Probleme mit lärmenden Kindern haben, hat sich im Rahmen der Studie übrigens nicht bestätigt. 91 Prozent der Befragten über 60 Jahre empfinden Kinderlärm in der Nachbarschaft nicht als störend, bei den 18- bis 29-Jährigen sind es nur 86 Prozent.

Laute Nachbarskinder? Dann lieber weiter auf Wohnungssuche

Trotz einer gewissen Toleranz: Knapp jedem 8. Österreicher kosten laute Kinder die letzten Nerven. Schallt bei der Wohnungssuche Kindergeschrei aus der Nachbarwohnung oder ist ein Spielplatz vor der Tür, dann entscheiden sich zwei Drittel gegen die Wohnung und suchen lieber weiter. Kracht und lärmt es erst nach dem Einzug, überlegen 21 Prozent, wieder auszuziehen. 

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:
Kinderlärm in der Nachbarschaft ist für mich … 
•    willkommen: 17 Prozent
•    egal, nicht weiter störend: 30 Prozent
•    etwas, was ich zu bestimmten Zeiten tolerieren muss: 41 Prozent
•    störend: 12 Prozent

Für diejenigen, die sich am Krach des Nachwuchses stören, ist Kinderlärm (Mehrfachantworten möglich):
•    ein Ausschlusskriterium bei der Wohnungssuche: 66 Prozent
•    ein Umzugsgrund: 21 Prozent
•    ein Grund, der immer wieder zu Streit mit dem/den Nachbarn führt: 18 Prozent
•    ein Grund, die Miete zu mindern: 11 Prozent

Ausführliche Ergebnisgrafiken stehen hier zum Download bereit.

* Für die von immowelt.at beauftragte repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2018“ wurden im Februar 2018 österreichweit 501 Personen (Online-Nutzer) ab 18 Jahren befragt. 

26.09.2018


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