Smartphone versus Unterlagen: Das retten Österreicher beim Wohnungsbrand als erstes

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Für viele ist es der Alptraum schlechthin: Zu Hause brennt es und auf die Schnelle muss das Wichtigste vor den Flammen gerettet werden. Dabei setzt jeder seine eigenen Prioritäten. Der Großteil bringt zwar zuerst wichtige Papiere in Sicherheit, gerade unter den Jüngeren hat dagegen das Handy einen besonders hohen Stellenwert.

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Wenn das Zuhause brennt, muss es schnell gehen – die wichtigsten Dinge, die man im Notfall retten möchte, sollten immer griffbereit sein. Foto: animaflora/fotolia.com

Wenn das Haus oder sogar die eigene Wohnung brennt, bleiben oft nur Sekunden, um das Wichtigste einzupacken. Lange darüber nachdenken und abwägen, ist dann nicht drin. Die meisten Österreicher sind sich einig, wonach sie in diesem Fall als erstes greifen. Fast zwei Drittel (63 Prozent) retten Dokumente und Unterlagen wie Sparbücher, Versicherungspolizzen und Ausweise vor allem anderen. Bei der älteren Generation ab 60 Jahren sind es sogar noch mehr – hier bringen 73 Prozent der Befragten wichtige Papiere in Sicherheit, bevor sie an Dinge wie Handy, Wertgegenstände oder Fotoalben denken. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage von immowelt.at.*

Was Priorität bei der Rettung vor dem Flammentod hat, ist aber auch generationsabhängig. Die befragten Altersgruppen sind zwar größtenteils einer Meinung, aber gerade unter jungen Leuten zwischen 18 und 29 Jahren hat das Handy einen besonders hohen Stellenwert. Von ihnen bringen immerhin 24 Prozent zu allererst das Smartphone in Sicherheit – im Gesamtdurchschnitt sind es dagegen nur acht Prozent. Kaum eine Chance auf Rettung haben Erinnerungsstücke aus der Kindheit. Nur zwei Prozent der Befragten würden im Ernstfall das frühere Lieblingskuscheltier einpacken. Sechs Prozent gaben sogar an, keinen einzigen Gegenstand als erstes zu retten. Sie konzentrieren sich vermutlich zuerst darauf, die Familie, die Haustiere und sich selbst in Sicherheit zu bringen.

Auf die Frage, welchen Gegenstand sie bei einem Wohnungsbrand als erstes retten würden, antworteten die Befragten folgendermaßen:

  • Wichtige Papiere: 63 Prozent
  • Handy: 8 Prozent
  • PC/Laptop: 6 Prozent
  • Einen fertig gepackten Koffer, in dem ich alle wichtigen Dinge aufbewahre: 6 Prozent
  • Fotoalbum: 5 Prozent
  • Wertgegenstände (z.B. Schmuck, wertvolle Sammlung): 4 Prozent
  • Erinnerung aus der Kindheit: 2 Prozent
  • Nichts davon: 6 Prozent

Richtiges Verhalten bei Wohnungsbrand

Viel wichtiger als das Retten von Besitztümern ist bei einem Wohnungsbrand die eigene Gesundheit. Wenn die Wohnung in Flammen steht, sollten darum im Zweifel auch Unterlagen, Schmuck oder der Teddy von früher zurückgelassen werden. Wichtiger ist es, schnell und sicher aus dem Gebäude zu gelangen. Einige Verhaltensregeln für den Ernstfall:

1. Alarmieren

  • Die Feuerwehr rufen: 118 wählen.
  • Angehörige, Mitbewohner und Nachbarn warnen.

 

2. Retten

  • Menschen und Tiere aus dem brennenden Raum retten.
  • Fenster und Türen zum Raum, in dem es brennt, schließen. So breitet sich der Brand weniger schnell aus.
  • Brandstelle über die Fluchtwege verlassen.
  • Auf keinen Fall einen Aufzug benutzen.
  • Ist das Treppenhaus verqualmt, so ist der Weg meist versperrt. Darum sollten Bewohner ihre Wohnungstür geschlossen halten, in der Wohnung bleiben und am Fenster oder Balkon auf sich aufmerksam machen.

 

3. Löschen oder Löscharbeiten unerstützen

  • Falls möglich, den Brand mit geeigneten Mitteln bekämpfen – zum Beispiel Handfeuerlöscher oder Löschdecke.
  • Auf die Feuerwehr warten und sie einweisen – gegebenenfalls Zugänge zeigen und alle nötigen Schlüssel bereithalten.

*Für die von immowelt.at beauftragte repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2018“ wurden im Februar 2018 501 Personen ab 18 Jahren befragt.

22.08.2018


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