Wien regelt die Wohnbauförderung neu

Lesermeinungen:  

(0)

Die Wiener Landesregierung hat die Wohnbauförderung für die Hauptstadt novelliert. Die Baukostengrenze fällt weg, eine andere Obergrenze ist aber weiterhin zu beachten. Auch bei der Förderung von Sanierungen wurde gedreht.

Wien hat zwei neue Richtlinien, die den Wohnungsbau stärker fördern sollen: die Neubauverordnung und die Sanierungsverordnung. Am 15. Mai hat die Wiener Landesregierung beide beschlossen und die Richtlinien traten mit sofortiger Wirkung in Kraft. Das teilte das Rathaus Wien immowelt.at mit. Die neuen Richtlinien sollen es Bauträgern einfacher machen, trotz steigender Kosten zu Förderungen zu kommen.

Obergrenze für Gesamtbaukosten entfällt

Bislang betrug die Obergrenze für Gesamtbaukosten im geförderten Wohnbau 1.800 Euro je Quadratmeter. Wer mehr Geld in den Immobilienbau investierte, konnte keine Förderung bekommen. Das ändert sich nun: „Wir haben uns dafür entschieden, die Obergrenze ganz entfallen zu lassen“, erklärt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig, der am 24. Mai in das Amt des Wiener Bürgermeisters tritt. Das solle aber nicht automatisch bedeuten, dass auch Luxusobjekte gefördert werden, heißt es aus dem Wiener Rathaus. Zu beachten ist in Zukunft ein anderes Limit: die Mietobergrenze. Diese beträgt momentan 4,87 Euro je Quadratmeter und Monat. Liegt die Miete höher, ist die Förderung für den Bauträger futsch.

Bei Sanierungen kann mehr investiert werden

Etwas großzügiger zeigt sich die Landesregierung auch bei den Förderzuschüssen für Sanierungen. Künftig kann dort mehr investiert werden, auch wenn es dort weiterhin Obergrenzen geben wird, die sich je nach Umfang und Art der Sanierung unterscheiden.

Bei geförderten Neubauten und Sanierungen gibt es zudem drei weitere Neuerungen:

  • Künftig werden auch PVC-Fenster bezuschusst. Diese waren bisher aus Umweltschutzgründen verpönt. Lediglich Fenster aus Holz und Alu wurden gefördert. Dank neuer Technologien kommt nun auch PVC zum Zug.
  • Ebenfalls neu ist die Förderung von Maßnahmen zur Barrierefreiheit. Bei Neubauten ist diese längst Pflicht, doch nun werden auch Umbauten bezuschusst.
  • Im Rahmen von Sanierungsprojekten wird in Zukunft die Installation einer Stromtankstelle mit jeweils 500 Euro gefördert.

Durch diese neuen Änderungen bei der Wohnbauförderung bekommen Bauträger einen größeren Handlungsspielraum beim Neubau und bei Sanierungen.

16.05.2018


Ihre Meinung zählt

(0)
0 von 5 Sternen
5 Sterne
 
0
4 Sterne
 
0
3 Sterne
 
0
2 Sterne
 
0
1 Stern
 
0
Ihre Bewertung:

Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

Finanzierung

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Neuen Kommentar schreiben