Eigentlich die perfekte Wohnung, aber …: Bei diesen Mankos suchen Österreicher weiter

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Verkehrslärm und eine schlechte Wohngegend – das sind die beiden häufigsten Gründe, weshalb sich Österreicher bei der Wohnungssuche gegen eine Bleibe entscheiden. Eine repräsentative Umfrage von immowelt.at zeigt, welche Mankos die ansonsten perfekte Wohnung schachmatt setzen.

Straßenlärm in der Wohnung ist für die meisten Österreicher ein absolutes No-Go. Foto: yossarian6/fotolia.com

Die Österreicher wissen was sie wollen – und was sie nicht wollen. Zum Beispiel bei der Wohnungssuche: Weist eine Wohnung einen gravierenden Nachteil auf, würde sich die große Mehrheit der Österreicher (94 Prozent) gegen einen Einzug entscheiden. Selbst wenn Preis und Ausstattung stimmen.

 

Das sind die 5 größten K.O.-Kriterien bei der Wohnungssuche:

  1. Verkehrslärm
    Liegt die Wohnung an einer vielbefahrenen oder zu lauten Straße, ist das für 21 Prozent der befragten Österreicher absolut nicht hinnehmbar.
  2. Verrufene Wohngegend
    19 Prozent der Österreicher verzichten lieber auf eine attraktive Wohnung, als in ein Viertel mit schlechtem Ruf zu ziehen.
  3. Haustierverbot
    Dürfen die Haustiere nicht mit ins neue Heim, kommt für 15 Prozent der Österreicher eine Wohnung nicht infrage.
  4. Schlechte Verkehrsanbindung
    Mobilität ist wichtig – für 12 Prozent der Österreicher sogar so sehr, dass sie dafür auf die ansonsten perfekte Wohnung verzichten würden.
  5. Unsympathische Nachbarn
    Ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn spielt für 11 Prozent der Befragten eine große Rolle. Sollten die Nachbarn unsympathisch sein, würden sie nicht in die Wohnung einziehen – auch wenn sie ihnen sonst gut gefällt.

Männer stört vor allem Krach, Frauen das Umfeld

Im Großen und Ganzen sind sich Männer und Frauen zwar darüber einig, welche No-Gos gegen die neue Wohnung sprechen. Im Detail sind ihnen die einzelnen Punkte aber dann doch unterschiedlich wichtig.
Männer können sich demnach am wenigsten mit Verkehrslärm arrangieren. Liegt eine Wohnung an einer starkbefahrenen oder zu lauten Straße, ziehen 23 Prozent der Männer sie nicht weiter in Betracht. Zweites K.O.-Kriterium ist für sie die schlechte Wohngegend.
Bei den Frauen ist es genau andersrum. No-Go Nummer eins bei der Wohnungssuche ist mit 21 Prozent die verrufene Wohngegend. Selbst wenn die Wohnung noch so gut passen würde, Frauen verzichten lieber darauf, als in ein schlechtes Viertel zu ziehen. Auf Platz zwei der Ausschlusskriterien folgen gleichauf Straßenkrach und Haustierverbot.

Geringverdiener: Lieber Lärm als nervige Nachbarn

Die Umfrage zeigt aber auch: Was die Österreicher an einer Traumwohnung stört, hängt stark vom Einkommen ab. Geringverdiener nehmen Verkehrslärm, eine verrufene Wohngegend oder einen langen Arbeitsweg eher in Kauf als Besserverdiener. Das liegt wohl vor allem daran, dass sie sich aufgrund ihres begrenzten Budgets bei der Wohnungssuche generell kompromissbereiter zeigen müssen. Der häufigste Grund für sie, auf die Traumwohnung zu verzichten, ist dagegen eine unsympathische Nachbarschaft (18 Prozent). Für Besserverdiener bleibt Verkehrslärm auf Platz eins der absoluten K.O.-Kriterien.

18.04.2018


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