Gesalzene Immobilienpreise: Es geht noch teurer als in Wien

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Nirgends kosten Immobilien so viel wie in Salzburg. In der Stadt ist der Wohnraum äußerst knapp und begehrt: Der Quadratmeter Wohnfläche kostet 4.894 Euro, in Wien etwa 600 Euro weniger. Wo Wohneigentum dagegen relativ günstig zu haben ist, zeigt eine Auswertung von Kaufpreisen von immowelt.at.

Blick über Wien im Winter, Kaufpreise, Foto: photo 5000 / fotolia.com
Österreichs Hauptstadt und einzige Millionenmetropole Wien liegt bei den Immobilienkaufpreisen auf Platz drei, hinter Salzburg und Innsbruck. Foto: photo 5000 / fotolia.com

Salzburg ist Österreichs teuerste Großstadt. Der Quadratmeter Wohnfläche kostet hier im Median 4.894 Euro. Die wesentlich größere Hauptstadt Wien hat einen Medianpreis von lediglich 4.273 Euro und liegt damit nur auf Platz drei, hinter Innsbruck mit 4.508 Euro. Die günstigste Stadt ist St. Pölten mit nur 1.720 Euro pro Quadratmeter. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung von immowelt.at, einem der führenden Immobilienportale. Dafür wurden die Kaufpreise von Eigentumswohnungen und Häusern in den zehn größten Städten Österreichs untersucht.

Die Auswertung zeigt, dass die Preise in wichtigen Ballungszentren mit industrieller und wirtschaftlicher Strahlkraft besonders hoch sind. Dazu kommt gerade in Innsbruck und Salzburg noch der begrenzte Platz. In Innsbruck sind es die Berge, in Salzburg auch die Grenze nach Deutschland, die Entwicklungsflächen stark eingrenzen.

Mietpreismultiplikator zeigt: günstige Situation in St. Pölten

Der Mietpreismultiplikator zeigt das Verhältnis zwischen Jahresmiete und Kaufpreis an. Je größer die Zahl, desto mehr Jahresmieten muss man aufbringen, um eine Immobilie kaufen zu können – und desto weniger rentiert sich der Kauf für Privatpersonen. Je kleiner die Zahl, desto eher kann sich der Kauf des Eigenheims dagegen lohnen. Das ist dann der Fall, wenn die Mieten hoch, Kaufpreise aber eher niedrig sind. Genau diese Situation tritt in St. Pölten auf, wo der Medianpreis für Mietwohnungen bei zehn Euro pro Quadratmeter und Monat liegt. Damit ist der Kaufpreis 14 Mal teurer als die Jahresmiete. In Salzburg dagegen liegt der Mietpreismultiplikator bei 29 – so hoch wie in keiner anderen Großstadt Österreichs.

Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise von Eigentumswohnungen und Häusern in den zehn größten Städten Österreichs sind 41.500 Immobilienangebote, die im ersten Halbjahr 2016 auf immowelt.at inseriert wurden. Die Kaufpreise sind Angebots-, keine Abschlusspreise. Für die Mietpreise wurden 38.300 Angebote untersucht. Die Mietpreise sind Gesamtmieten (Nettomieten inklusive Betriebskosten) bei Neuvermietung. Alle Preisangaben beziehen sich auf den Median, also den mittleren Wert der Angebotspreise.

08.12.2016


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