Renovieren, was das Zeug hält: Vor allem Frauen stecken Geld in die Mietwohnung

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Frische Farbe braucht die Wohnung! Wenn der Vermieter fürs Tapezieren und Ausmalen nicht zahlt, würden drei von vier Mieterinnen die Kosten auch aus eigener Tasche löhnen. Eine repräsentative Studie von immowelt.at zeigt: Beim Renovieren ist die Einsatzbereitschaft der Österreicher groß.

usmalen, Streichen, Renovierungskosten, Foto: iStock / Tempura
Fürs Ausmalen und Tapezieren zahlen? Für drei von vier Mieterinnen sind Renovierungskosten kein Problem. Foto: iStock / Tempura

Wand für Wand sind alle Räume weiß – das langweilt viele! Mit einem Eimer Farbe, Rollern und Pinseln lässt sich das aber schnell ändern. Wie eine Studie von immowelt.at zeigt, sind vor allem Österreicherinnen bereit, ihr Geld in Renovierungsarbeiten zu stecken: Rund drei von vier würden die Kosten für Tapezieren und Ausmalen selbst zahlen.* Die Männer entpuppen sich dabei als deutlich zurückhaltender. Nur knapp jeder Zweite hätte nichts dagegen, den frischen Anstrich aus eigener Tasche zu finanzieren. 

Beim Renovieren haben Frauen die Nase vorn

Die Wände sind beim Renovieren erst der Anfang: 44 Prozent der Österreicherinnen würden das Geld für neue Badarmaturen auch selbst berappen – bei den Männern sind es lediglich 32 Prozent. Nicht nur das Bad hat eine hohe Priorität: Für eine neue Küche würden 43 Prozent der Frauen Geld in die Hand nehmen – bei den Männern sind es 35 Prozent. Allgemein zeigt sich der männliche Teil der Bevölkerung beim Renovieren knausriger – mit der Ausnahme, wenn sie dadurch langfristig sparen können.

Sparen dank energieeffizienter Geräte motiviert auch Zahlungsmuffel

Der Griff in die Brieftasche scheint die Männer deutlich weniger zu schmerzen, wenn sie das Geld dafür an anderer Stelle zurückbekommen. Rund jeder vierte Österreicher wäre bereit, sein Geld für energiesparende Heizungsthermostate auszugeben. Eine Investition, zu der nur jede fünfte Österreicherin ‚Ja‘ sagen würde. Apropos Energie sparen: Zehn Prozent der Männer würden ihren Geldbeutel für neue, besser isolierte Fenster zücken – bei den Frauen sind es gerade mal drei Prozent.Aber: So viel Geld und Zeit die Österreicher auch gerne in ihre eigenen vier Wände stecken – eine davon einzureißen oder eine neue Wand einzuziehen, dazu wären sie nicht bereit. Zumindest darin sind sich Männer und Frauen einig: Rund neun von zehn der Befragten lehnen größere Umbaumaßnahmen ab.

Ausmalen und Böden schleifen ist nicht immer Mieterpflicht

In vielen Mietverträgen steht, dass der Mieter während der Mietzeit für bestimmte Renovierungen oder Reparaturen zuständig ist und die Kosten dafür trägt. Die Judikatur kommt jedoch in vielen Fällen zum Schluss, dass solche Klauseln unwirksam sind – unabhängig davon, ob für die Wohnung das Mietrechtsgesetz gilt oder nicht. Weiterhin gilt aber: Wer die Wohnung selbst beschädigt, ist für die Reparatur zuständig. 

Link-Tipp

Erfahren Sie, wann Sie selbst renovieren müssen – und wann der Vermieter zahlen muss.

Ob für Ihre Wohnung das Mietrechtsgesetz gilt, erfahren Sie hier.

10.11.2016


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