ÖVI: Immobilienpreise werden 2015 stagnieren

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Der Österreichische Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI) erwartet für das Jahr 2015 weitgehend stabile Immobilienpreise. Das gilt sowohl für Mieten wie auch für Kaufpreise und in Ballungsräumen mehr als im ländlichen Raum. Grundstückspreise dagegen könnten auch weiterhin ansteigen.

Montafon, Tal im Vorarlberg, Immobilienpreise 2015, Foto: hanphosiri / fotolia.com
Das Montafon im Vorarlberg. Auch wenn der ländliche Raum sonst für moderate Immobilienpreise steht, sind Hauspreise in dieser Region auf hohem Niveau. Und werden das auch 2015 bleiben. Foto: hanphosiri / fotolia.com Foto: hanphosiri / fotolia.com

„Die Hochphase ist vorbei“, sagte Sandra Bauernfeind, Maklersprecherin des ÖVI auf einer Pressekonferenz in Wien. „2015 blicken wir einer deutlich gemäßigteren Entwicklung entgegen.“ Während in den Jahren 2011 bis 2013 nämlich starke Preisanstiege zu beobachten waren, flachen sich diese inzwischen ab: Die Österreichische Nationalbank vermeldet einen Rückgang des Preisauftriebs. Während im dritten Quartal 2014 Wohnimmobilienpreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent gestiegen waren, betrug die Quote im Jahr 2013 noch 2,7 Prozent, 2012 gar 10,8 Prozent.

Seitwärtsbewegung der Immobilienpreise

Mit fallenden Preisen sei aber nicht zu rechnen, ergänzt ÖVI Vorstand Andreas Wollein. Gerade in den Ballungsräumen sei die Nachfrage weiterhin hoch. In Wien wird beispielsweise ein Bevölkerungswachstum von 10 Prozent bis zum Jahr 2024 prognostiziert, um die Nachfrage zu decken sind jährlich 10.000 neue Wohnungen erforderlich. Auch in Salzburg, Graz oder Vorarlberg befinden sich die Preise auf hohem Niveau und die Experten rechnen mit einer Seitwärtsbewegung.

Die Mietpreise weisen dagegen schon länger eine geringere Dynamik auf. „Der Wohnungsmarkt für Mietwohnungen zeigt kaum Veränderungen. Eine Preissteigerung der Nettomieten ist, anders als oft behauptet wird, nicht generell zu erkennen“, so Sandra Bauernfeind.

Grundstückspreise steigen auch 2015

Im Gegensatz zu den anderen Immobilienpreisen sind bei Grundstückspreisen durchaus Preisanstiege zu erwarten, obwohl diese in den vergangenen Jahren in den Ballungsräumen und im Vorarlberg bereits kräftig angestiegen sind. Die Nachfrage gerade nach Grundstücken für Einfamilienhäuser ist ungebrochen hoch. Während es in den meisten Gegenden noch großflächige Entwicklungsflächen gibt, herrscht vor allem in Salzburg großer Mangel. „Baugrundstücke für Einfamilienhäuser sind nach wie vor Mangelware und erzielen hohe Preise. Kaum ein Grundstück ist in der Stadt Salzburg unter 600 Euro pro Quadratmeter zu bekommen“, so Christian Schellinger, Landesstellenleiter des ÖVI in Salzburg.

13.01.2015


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