Statistik Austria muss ab 2015 amtlichen Immobilienpreisindex vorlegen

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Ab 2015 ist Statistik Austria verpflichtet, vierteljährlich einen amtlichen Immobilienpreisindex herauszugeben. Dies geht aus einer Verordnung hervor, die Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) kundgemacht hat. Ziel der neuen Regelung ist es, Immobilienpreise besser vergleichen und Marktentwicklungen besser erkennen zu können.

Häuser, Immobilienpreisindex, Foto: Spectral-Design/fotolia.com
Was Häuser und Wohnungen in Österreich kosten, soll ab 2015 ein amtlicher Immobilienpreisindex zeigen. Foto: Spectral-Design/fotolia.com Foto: Spectral-Design/fotolia.com

Wer ein Haus oder eine Wohnung kaufen will, ist gut beraten, Preise zu vergleichen, um am Ende nicht zu viel zu berappen. Ab 2015 soll der Preisvergleich für Käufer einfacher werden. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat eine Verordnung kundgemacht, wonach Statistik Austria verpflichtet ist, einen amtlichen Immobilienpreisindex herauszugeben. Erscheinen soll dieser alle drei Monate, die ersten Zahlen werden demnach im Frühjahr nächsten Jahres erwartet.

Konkret soll Statistik Austria zwei Indizes berechnen: einen „Preisindex für selbst genutztes Wohneigentum“, der Preise für Eigentumswohnungen umfasst. Und einen allgemeinen „Immobilienpreisindex“, in den die Preise von Häusern und Grundstücken einfließen. Basieren sollen die Berechnungen fast ausschließlich auf vorhandenen Verwaltungs- und Statistikdaten, Daten aus öffentlichen Registern sowie auf einer repräsentativen Stichprobenerhebung bei Anbietern von Fertigteilhäusern.

Neuer Immobilienpreisindex soll helfen, wirtschaftliche Ungleichgewichte zu erkennen

Ziel der Verordnung ist es laut Meldung des Wirtschaftsministeriums, statistische Informationen zu gewinnen, die helfen können, wirtschaftliche Ungleichgewichte – wie beispielsweise eine Immobilienblase – früher als bisher zu erkennen. Allerdings: Die erste Statistik wird voraussichtlich auf Basis von Zahlen aus dem Jahr 2010 erstellt werden, wie aus der amtlichen Verordnung hervorgeht.

Hintergrund des Gesetzes sind zwei Verordnungen der EU-Kommission aus den Jahren 2011 und 2013. Demnach sollen auf Ebene der Europäischen Union in allen Ländern die statistischen Grundlagen für die Berechnung vergleichbarer Verbraucherpreisindizes geschaffen werden.

24.10.2014


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