Haustiere der Nachbarn: Jeder vierte Österreicher fühlt sich genervt

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Des einen Freund, des anderen Ärgernis: Hundegebell und Katzengejammer aus der Nachbarwohnung führen bei rund einem Viertel der Österreicher zu angespannten Nerven. Das ergab eine aktuelle Studie von immowelt.at. Rund 24 Prozent der Befragten gaben dabei an, von den Haustieren ihrer Nachbarn genervt zu sein.

Haustiere, Hund, Foto: DoraZett/fotolia.com
Egal ob bellende Hunde oder freilaufende Katzen: Die Haustiere ihrer Nachbarn gehen einem Viertel der Österreicher gehörig auf die Nerven. Foto: DoraZett/fotolia.com Foto: DoraZett/fotolia.com

Für einen Streit zwischen Nachbarn gibt es viele Gründe. Am häufigsten fühlen sich die Österreicher jedoch von den Haustieren genervt, wie eine repräsentative Studie von immowelt.at ergab. Rund 24 Prozent der Befragten gaben dabei an, sich von den Haustieren ihrer Nachbarn gestört zu fühlen. Bei einem kleinen Nachbarschaftsstreit muss es dabei nicht bleiben. Hundegebell oder Verunreinigungen durch Katzen haben in der Vergangenheit auch schon die Gerichte beschäftigt.

Wenn der Nachbarhund nicht aufhört zu bellen

Bei Nachbarn mit Hunden ist die Lärmbelästigung durch Gebell einer der Hauptstreitpunkte. Besonders lautes oder allzu lang dauerndes Hundegebell müssen Nachbarn dabei nicht hinnehmen. In einem Urteil (Az.: 7 Ob 327/98h) hat sich der Oberste Gerichtshof mit dieser Frage beschäftigt. Entscheidend für die Frage, ob ein Hundebesitzer die Pflicht hat, seinen Liebling ruhig zu stellen, war für die Richter dabei die Frage, ob der Lärm das ortsübliche Maß überschreitet. In einem ruhigen Wohnhaus kann ein einzelner Hund durch sein Bellen den Alltag schon empfindlich stören – in einer Gartensiedlung, in der ohnehin mehrere Hunde leben, dagegen nicht unbedingt.

Katzen im Garten

Bereits mehrfach hat sich der Oberste Gerichtshof auch mit der Frage beschäftigt, welche Pflichten die Halter von Freigängerkatzen haben. In der aktuellsten Entscheidung von November 2011 (Az.: 5 Ob 138/11x) kamen die Richter zu dem Ergebnis, dass Katzenhalter nicht dazu verpflichtet werden können, Katzen ausschließlich innerhalb der Wohnung zu halten. Es sei nicht zu verhindern, dass Katzen dabei auch die Grundgrenzen zum Nachbarn überschreiten – der Halter kann auch dann nicht dazu verpflichtet werden, die Tiere ausschließlich innerhalb der Wohnung zu halten, wenn sie ein fremdes Grundstück beispielsweise mit Kot und Urin verschmutzen. Diese Regel gilt nur dann nicht, wenn es zu Schäden an der Substanz des Nachbargrundstücks kommt oder die Katzen die Nachbarn anfallen.

Nicht nur Haustiere, auch Raucher stören

Fast genauso oft wie von den nachbarlichen Haustieren fühlen sich die Österreicher übrigens auch von Zigarettenqualm gestört. Im Rahmen der Studie gaben rund 22 Prozent der Befragten an, von rauchenden Nachbarn genervt zu sein. Weitere 18 Prozent stören sich an den Geräuschen ihrer Nachbarn, wenn diese nachts noch wach sind. Von lärmenden und spielenden Kindern fühlen sich 15 Prozent genervt. Eine knappe Mehrheit, nämlich 52 Prozent, gab übrigens an, bis jetzt immer Glück mit den Nachbarn gehabt zu haben.

10.07.2014


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1 Kommentar

Marita Garnica am 22.06.2017 20:42

Meine neu zugezogenen Nachbarn haben eine Kartensammlung die immer grosser wird. Tagsüber kommen 10 LKW Zustelldienste und Abends ab 20 Uhr gehen die Bauarbeiten mit dem Bohrhammer los.

auf Kommentar antworten

Marita GARNICA am 22.06.2017 20:52

Sorry Katzen Sammlung