Den richtigen Makler finden

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Wer seine Immobilie nicht selbst vermarkten möchte oder kann, braucht Hilfe von einem Immobilienmakler. Welcher Makler der richtige für welches Vermarktungsprojekt ist, lässt sich anhand einiger Eckpunkte einschätzen.

Makler und Kunde, der richtige Makler, Immobilienvermarktung, Foto: auremar / Fotolia.de
Die erfolgreiche Vermarktung steht im Vordergrund: die Suche nach dem richtigen Makler. Foto: auremar / Fotolia.de Foto: auremar / Fotolia.de

Wer Immobilienmakler werden will, kann ein umfangreiches Studium, etwa an der FH Wien belegen – oder als Quereinsteiger eine Befähigungsprüfung ablegen. Quereinsteiger können als freie Mitarbeiter in Maklerunternehmen auch ohne weitere Qualifikationen anfangen. Schließlich gibt es leider auch jene Makler, die sich als Profis ausgeben, aber weder über Erfahrung noch Immobilienwissen verfügen.

Die Immobiliencard

Immobiliencard, Immobilien, Foto: Wirtschaftskammer Österreich / Fachverband Immobilien- und Vermögenstreuhänder
Die Immobiliencard dient Immobilientreuhändern als Berufsausweis. Foto: Wirtschaftskammer Österreich / Fachverband Immobilien- und Vermögenstreuhänder Foto: Wirtschaftskammer Österreich

Die Immobiliencard gibt zumindest grundlegende Auskunft über den Immobilienmakler. Nur wer Mitglied der Wirtschaftskammer Österreich ist, also eine Gewerbeberechtigung besitzt oder aber die Befugnis zur Vertretung einer Gesellschaft mit Gewerbeberechtigung, kann sie beantragen. Auf der Karte werden unter anderem das Unternehmen, die Position des Mitarbeiters im Unternehmen sowie gegebenenfalls Aus- und Fortbildungen vermerkt.

Der gute Makler

Die Immobiliencard sagt allerdings nur etwas über den Professionalisierungsgrad des Immobilienmaklers aus. Welcher Makler der Richtige ist, lässt sich dagegen an folgenden Punkten ablesen:

  • Marktkenntnis: In welchem Gebiet ist der Makler hauptsächlich tätig, und welche Art von Immobilien vermittelt er? Passt das zu der Immobilie, die er vermarkten soll? Darüber gibt eventuell seine Webseite Auskunft. Auch kann eine Referenzliste angefordert werden.
  • Honorar: Der Makler ist in der Regel Doppelmakler, betreut also sowohl Verkäufer als auch Käufer und sowohl Vermieter als auch Mieter. Wer seine Immobilie vermarkten lassen will, muss also im Erfolgsfall Provision bezahlen. Wie viel, ist frei verhandelbar – allerdings nur bis zu einem gesetzlichen Maximum. Bei Mietverträgen beträgt die Courtage für den Vermieter in der der Regel drei Monatsmieten, bei Kaufverträgen je nach Kaufpreis drei bis vier Prozent. Dazu kommt noch die Umsatzsteuer.
  • Softskills: Nicht zuletzt gilt: Ist der Makler vertrauenserweckend? Immobilienbesitzer können sich fragen, ob sie auch als Wohnungssuchende gerne Geschäfte mit ihm machen würden.

Das Leistungsspektrum eines Immobilienmaklers

Das Leistungsspektrum eines Maklers ist nicht gesetzlich geregelt. Was dazu gehört, sollte der Makler spätestens bei einem ersten Beratungs- oder Informationsgespräch darlegen. Dazu gehört beispielsweise, welche Vermarktungskanäle er bespielen will, welcher Preis für die Immobilie realistisch ist. Vielleicht hält er Home Staging für wichtig oder empfiehlt, vor der Vermietung oder dem Verkauf das Bad zu modernisieren. Unter anderem folgende Punkte gehören bei vielen Immobilienmaklern zum Vermarktungsprozess:

  • Objektbewertung
  • Erstellung eines aussagekräftigen Exposés
  • Objektbewerbung auf verschiedenen Kanälen, etwa auf Onlineplattformen oder per Printanzeige
  • Vorbereitung und Durchführung von Besichtigungsterminen
  • Prüfung der Bonität, Solvenz und Eignung von Interessenten samt Vorauswahl
  • Vorbereitung des Notartermins und/oder der Verträge

04.06.2014


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