Nebenkosten beim Immobilienkauf

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Wer ein Haus oder eine Eigentumswohnung kauft, sollte die dabei entstehenden Kosten gut durchrechnen. Neben dem eigentlichen Kaufpreis werden noch eine Reihe von Nebenkosten fällig, die mehr als zehn Prozent des Kaufpreises ausmachen können.

Nebenkosten, Immobilienkauf, Foto: drubig-photo/fotolia.com
Wer eine Immobilie kauft, sollte nicht nur auf den Kaufpreis achten, sondern auch die Nebenkosten gut durchrechnen. Foto: drubig-photo/fotolia.com Foto: drubig-photo/fotolia.com

Steuern, die Eintragung ins Grundbuch, Maklergebühren – beim Kauf einer Immobilie muss der Käufer nicht nur den eigentlichen Kaufpreis, sondern eine ganze Reihe von Nebenkosten zahlen. Um das Budget gut planen zu können, ist es daher wichtig, alle Kosten von Anfang an mit einzukalkulieren.

Die Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer beträgt grundsätzlich 3,5 Prozent des Kaufpreises. Eine Ausnahme gibt es beim Kauf einer Immobilie von einem nahen Verwandten. In diesem Fall beträgt die Grunderwerbsteuer lediglich zwei Prozent. Als nahe Verwandte gelten in diesem Zusammenhang der Ehemann oder die Ehefrau, ein eingetragener Partner, die Eltern, ein Kind, Enkel, Stief-, Wahl- oder Schwiegerkind.

Grundbucheintrag

Bei der Eintragung ins Grundbuch ist eine Gebühr von 1,1 Prozent des Kaufpreises fällig. Wird die Immobilie mit einer Hypothek belastet, fallen weitere 1,2 Prozent des Wertes des Pfandrechts an. Dazu kommt eine Eingabengebühr von 42 Euro. Dieser Betrag erhöht sich auf 59 Euro, falls die Antragstellung nicht über den Elektronischen Rechtsverkehr (ERV) des Justizministeriums erfolgt.

Nebenkosten für Vertragserrichter

Der Kaufvertrag für eine Immobilie wird in der Regel von einem Rechtsanwalt oder Notar errichtet. Dieser stellt im Normalfall auch den Antrag auf die Eintragung des Wohnungseigentumsrechts ins Grundbuch und beglaubigt die Unterschriften unter dem Kaufvertrag. Die Höhe der Gebühren richtet sich nach dem Kaufpreis und ist in den Kammertarifen festgelegt. In der Regel betragen die Kosten rund 2,5 Prozent des Kaufpreises plus Umsatzsteuer. Zudem ist es möglich, ein Pauschalhonorar zu vereinbaren.

Die Maklerprovision

Wenn beim Kauf einer Immobilie ein Makler tätig wird, müssen im Regelfall sowohl der Verkäufer als auch der Käufer eine Provision zahlen. Deren Höhe ist prinzipiell verhandelbar, es gibt jedoch gesetzliche Höchstgrenzen, die je nach Kaufpreis unterschiedlich sind:

  • Wert bis 36.336,42 Euro: Vier Prozent des Wertes
  • Zwischen 36.336,42 und 48.448,51 Euro: 1.453,46 Euro
  • Über 48.448,51 Euro: Drei Prozent des Wertes

Zur Provision kommt zusätzlich noch eine Mehrwertsteuer von 20 Prozent hinzu.

20.02.2014


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