Wohnen in Wien wird teurer: Mieten steigen um 17 Prozent

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Mietwohnungen in Wien werden teurer. Innerhalb eines Jahres stiegen die Gesamtmieten in der Bundeshauptstadt um 17 Prozent auf 14,40 Euro pro Quadratmeter. Besonders teuer sind neben der inneren Stadt vor allem der 18. und der 19. Bezirk.

Miete, Wien, Foto: josefkubes/fotolia.com
Wien ist als Wohnort nach wie vor beliebt. Das wirkt sich auch auf die Mietpreise aus. Foto: josefkubes/fotolia.com Foto: josefkubes/fotolia.com

Der Zuzug nach Wien hält an und der Wohnungsmarkt kann dieser Entwicklung kaum standhalten. Das führt in der gesamten Stadt zu steigenden Gesamtmieten. Seit dem ersten Halbjahr 2012 stiegen die Preise um insgesamt 17 Prozent, sie liegen nunmehr bei 14,40 Euro pro Quadratmeter.

Wien: In Währing und Döbling steigen die Preise weiter

Am teuersten ist zweifellos die Wiener Innenstadt mit 18,80 Euro pro Quadratmeter. Der Markt wird dort vor allem von Luxuswohnungen dominiert. Aber auch in den gehobenen Vierteln Währing (18. Bezirk) und Döbling (19. Bezirk) ist offenbar noch Luft nach oben. Eine Mietwohnung im 18. Bezirk kostet aktuell 14,60 Euro pro Quadratmeter, eine Steigerung um 24 Prozent gegenüber 2012. Im 19. Bezirk liegen die Preise pro Quadratmeter dagegen bei 16 Euro, gegenüber 2012 eine Steigerung um 20 Prozent.

Verantwortlich für die Preissteigerung ist in beiden Vierteln wohl vor allem die starke Neubautätigkeit. Gleiches gilt auch für den 22. Bezirk, wo die Preise auf 15,40 Euro pro Quadratmeter stiegen. Die dort entstandenen Wohnungen befinden sich größtenteils in privat finanzierten Neubauten. Sie unterliegen daher nur dem eingeschränkten Anwendungsbereichs des Mietrechtsgesetzes. Das bedeutet: Die gesetzlichen Grenzen für die Erhöhung des Hauptmietzinses sind deutlich weniger streng.

Simmering am günstigsten

Am wenigsten Miete zahlen die Wiener derzeit im 11. Bezirk (Simmering) – der Quadratmeter kostet hier 11,30 Euro. Der Stadtteil wird seit jeher von sozialem Wohnbau dominiert, frei finanzierte Wohnprojekte sind dort eher selten. Auch hier sind die Mieten gegenüber 2012 jedoch um 20 Prozent gestiegen.

Datenbasis für die Berechnung der Durchschnittspreise in Wien waren 15.100 auf immowelt.at inserierte Angebote. Verglichen wurde jeweils das 1. Quartal 2013 mit dem Vorjahreszeitraum. Die Mietpreise sind Gesamtmieten (Nettomieten inklusive Betriebskosten) bei Neuvermietung.

19.12.2013


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2 Kommentare

Susi Danner am 27.01.2014 22:53

Unterstützt deshalb billigeres Wohnen in Wien mit dieser Petition:

wien.arbeiterkammer.at/beratung/wohnen/wohnenmussbilligerwerden/Petition_Wohnen_muss_billiger_werden.html

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Mag. Thomas Frey am 17.01.2014 13:10

S.g. Herr Grundmann,

ich kann mich ihrer Darstellung nicht anschließen.

1. Es gibt es in Ö 4 Arten der Mietzinsfindung, davon sind 3 (2) reglementiert. Eine Preisanhebung ist nur eingeschränkt möglich. Eine Preissteigerung in diesem... mehr

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