Zoff im Stiegenhaus: Bloß nicht die Tür offen lassen!

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Fast die Hälfte der Bewohner von Mehrfamilienhäusern stört es, wenn die Haustüre offen steht. Auch unangenehme Gerüche sorgen für Ärger unter Nachbarn. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von immowelt.at. Frauen sind mit dem Zustand im Stiegenhaus häufiger unzufrieden als Männer.

Stiegenhaus, Streit, Nachbar, Foto: fotosales2405/fotolia.com
Das Stiegenhaus hat großes Potential für Streit zwischen Nachbarn. Oftmals geht es dabei um eine offen gelassene Haustüre oder Essensgerüche. Foto: fotosales2405/fotolia.com Foto: fotosales2405/fotolia.com

In Österreichs Stiegenhäusern herrscht großes Streitpotential. Einer aktuellen Studie von immowelt.at zufolge stört es 46 Prozent der Bewohner von Mehrfamilienhäusern, wenn der Nachbar die Haustüre offen lässt. So geht nicht nur im Winter die Heizungswärme hinaus, sondern es gelangen auch fremde oder unerwünschte Personen in das Haus hinein. Das ist zugleich der zweitgrößte Störfaktor (42 Prozent) bei den Bewohnern.

Auch die eigene Wohnungstür sollte am besten nicht lange offen stehen. Denn ein weiteres No-Go im Stiegenhaus sind unangenehme Gerüche. 42 Prozent beschweren sich darüber, dass es nach Zigaretten stinkt. Auch der Duft des Schweinsbratens oder der frisch gebackenen Forelle hat im Treppenhaus nichts zu suchen – zumindest aus der Sicht von gut jedem dritten (36 Prozent) Bewohner. Erstaunlich daran: Essensgerüche sorgen eher für Streit als der Geruch nach Urin. Darüber beschweren sich nur 16 Prozent der Befragten.

Männer haben das ruhigere Gemüt

Österreichs Frauen haben scheinbar einen kürzeren Geduldsfaden als die Männer. So ärgern sich 51 Prozent der Frauen über eine offene Haustüre, bei den Männern sind es hingegen nur 41 Prozent. Das ruhigere Gemüt der Männer wird auch bei einer schlechten Beleuchtung deutlich. Während sich 48 Prozent der Frauen über ein zu dunkles Stiegenhaus echauffieren, sind es beim anderen Geschlecht nur 36 Prozent.

Gegen jegliche Klischees haben Männer mit Klatsch und Tratsch im Stiegenhaus weniger  Probleme als Frauen (36 Prozent). Nur jeden vierten männlichen Bewohner stört es, wenn Nachbarn das Treppenhaus regelrecht bewachen, um bloß nichts zu verpassen. Am deutlichsten unterscheiden sich die Meinungen der Geschlechter aber bei Küchengerüchen im Stiegenhaus. Bei 45 Prozent der Frauen führen sie zu Zoff mit den Nachbarn, im Gegensatz dazu nur bei 28 Prozent der Männer.

20 Prozent der männlichen Bewohner sind mit den Zuständen im eigenen Stiegenhaus sogar völlig zufrieden. Hingegen sehen nur 14 Prozent der Frauen keinen Grund sich aufzuregen.

12.12.2013


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