Berufsausweis für Immobilientreuhänder – die Immobiliencard

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Legitimierte Immobilientreuhänder können sich in Österreich ausweisen. Auf Initiative des Fachverbands Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich wurde im Jahr 2011 die Immobiliencard eingeführt. Makler, Immobilienverwalter und Bauträger können so einen Berufsnachweis erbringen und Endkunden wissen, dass sie einem seriösen Anbieter gegenüberstehen.

Immobiliencard, Immobilien, Foto: Wirtschaftskammer Österreich / Fachverband Immobilien- und Vermögenstreuhänder
Die Immobiliencard dient Immobilientreuhändern als Berufsausweis. Foto: Wirtschaftskammer Österreich / Fachverband Immobilien- und Vermögenstreuhänder Foto: Wirtschaftskammer Österreich

Seit 2011 können gewerbeberechtigte Makler, Verwalter und Bauträger für sich selbst oder ihre qualifizierten Mitarbeiter bei ihren Fachgruppen der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) die Immobiliencard beantragen. Sie gibt Auskunft darüber, ob der Karteninhaber wirklich ein Profi ist. In der Vergangenheit hatten sich beispielsweise immer wieder Unternehmen dem Kunden als Bauträger präsentiert, obwohl sie dafür keine Konzession hatten. Solche Vorkommnisse soll die Immobiliencard eindämmen. Für Transparenz sorgt dabei eine Onlinedatenbank auf der Webseite www.immobiliencard.at, bei der Kunden ihren Makler, Verwalter oder Bauträger auf seine Voraussetzungen prüfen können.

Wie wird die Immobiliencard beantragt?

Unternehmen der gewerblichen Immobilienwirtschaft können die Immobiliencard beim Fachverband Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich beantragen. Voraussetzung ist lediglich eine Gewerbeberechtigung oder die Befugnis zur Vertretung einer Gesellschaft mit Gewerbeberechtigung. Immobilientreuhänder können dabei auch für ihre Mitarbeiter eine Immobiliencard lösen. Gültig ist die Immobiliencard prinzipiell zwei Jahre ab Ausstellungsdatum. Alle Karten, die in den Jahren 2011 oder 2012 ausgestellt wurden, gelten einheitlich noch bis Ende 2013 und werden nur dann verlängert, wenn auch weiterhin alle Kriterien erfüllt sind.

Was steht auf der Immobiliencard?

Auf der Immobiliencard ist der Name des Unternehmens verzeichnet, für das der Karteninhaber tätig ist. Zudem finden sich ein Foto sowie eine persönliche Identifikationsnummer, die Immobilientreuhänder-ID. Diese kann auch verwendet werden, um den Karteninhaber über die Online-Datenbank ausfindig zu machen. Verzeichnet sind außerdem die Position des Immobilientreuhänders sowie gegebenenfalls seine Ausbildung und Fortbildungen. Zusätzlich die Branche, in der der Treuhänder tätig ist, und die zuständige Wirtschaftskammer. Die Karte dient außerdem als Nachweis, dass eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung vorhanden ist – eine wichtige Sicherheit für Endkunden. Alle Informationen werden durch die WKO geprüft.

20.11.2013


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