Hausbau: Bei der Eigenleistung nicht verschätzen

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Wer beim Hausbau selbst mit anpackt, kann viel Geld sparen. Denn viele Banken akzeptieren Eigenleistung, also das Einbringen der eigenen Muskelkraft, als Ersatz für Eigenkapital. Bauherren sollten dabei jedoch darauf achten, sich nicht zu überschätzen.

Dach, Hausbau, Eigenleistung, Foto: contrastwerkstatt/fotolia.com
Wer beim Hausbau Eigenleistung einbringt, kann jede Menge Geld sparen – solang er sich nicht überschätzt. Foto: contrastwerkstatt/fotolia.com Foto: contrastwerkstatt/fotolia.com

Tatsächlich können Bauherren viel Geld sparen, indem sie beim Hausbau Eigenleistungen einbringen. Wenn sie dann nämlich einen Kredit bei der Bank anfordern, kann der Einsatz von Eigenkapital geringer ausfallen. Leider überschätzen jedoch viele Bauherren ihre Leistungs- und Strapazierfähigkeit, was am Ende nicht nur zu Lasten der Gesundheit, sondern auch des Geldbeutels gehen kann. Viele Bauvorhaben werden letztlich sogar teurer, weil ein Bauherr seine Eigenleistung deutlich höher bewertet als realistisch.

Eigenleistung: Viel Zeit und handwerkliches Geschick nötig

Bereits während der Planungsphase sollten Häuslbauer daher die eigenen Fähigkeiten kritisch hinterfragen. Der Einsatz von Eigenleistung erfordert jede Menge handwerkliches Geschick und sehr viel Zeit. Bei einem Selbstbauhaus sollten Bauherren mit rund 1.500 Stunden Eigenleistung rechnen – Zeit, die auch den Bauherren bares Geld kostet – spätestens, wenn er dafür unbezahlten Urlaub nehmen muss. Einige Bauvorhaben sind für Selbstbauer außerdem komplett ungeeignet. Neben der richtigen Einschätzung der Eigenleistung ist es daher wichtig, einen seriösen Systemanbieter auszuwählen, der gute Betreuung und praktische Hilfe während der Bauzeit garantiert und so vor kostenintensiven Fehlentscheidungen bewahrt.

Zudem sollten Bauherren im Kopf behalten, dass die Fertigstellung eines Hauses, das in Eigenleistung gebaut wird, zumeist länger dauert als ein vom Profi durchgeführter Bau. In dieser Zeit muss die Wohnung für die alte Miete weiterbezahlt werden, was zusätzlich am Portemonnaie nagt. Dennoch: Weil Banken Eigenleistungen als Ersatz für Eigenkapital teilweise akzeptieren, eröffnet diese Möglichkeit vielen Familien überhaupt erst die Möglichkeit auf ein Eigenheim. Bauherren sollten jedoch genau abwägen, ob die eigene Muskelkraft wirklich günstiger ist als ein Dienstleister und ob sie wirklich bereit sind, die notwendige Zeit und Mühe zu investieren.

09.09.2013


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