Sichere Immobilienfinanzierungen

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Fremdwährungskredite sind Geschichte. Sichere Immobilienfinanzierungen ohne Kursrisiko locken mit niedrigen Zinsen.

Immobilienfinanzierung, Baufinanzierung Foto: Pixelwolf2/Fotolia.com
Bausparvertrag oder ein Hypothekarkredit: Sichere Immobilienfinanzierungen sind gefragt. Foto: Pixelwolf2/Fotolia.com Foto: Pixelwolf2/Fotolia.com

Noch vor ein paar Jahren war der Fremdwährungskredit in Schweizer Franken bei Immobilienfinanzierungen gang und gäbe. Wechselkursschwankungen zwischen Euro und Franken gab es kaum, dafür waren die Schweizer Zinsen konkurrenzlos günstig. Dann kamen Lehmann-Pleite und die Finanzkrise. Während der Euro seither wackelt, stieg der Kurs des Frankens steil an. Die Folge: In gleichem Maße stiegen die Schulden und Lasten der Immobilieneigentümer. Weil immer mehr von ihnen ins Strudeln gerieten, wurden Fremdwährungskredite für normale Bauherren und Immobilienkäufer verboten.

Klassische Finanzierungsprodukte sind wieder gefragt

Die Folge ist eine Renaissance klassischer und sicherer Finanzierungsprodukte. Einer der Klassiker ist hier der Bausparvertrag. In der Regel beträgt die Ansparphase sechs Jahre und der Sparer erhält jährlich eine staatliche Bausparprämie in Höhe von 1,5 Prozent (Stand: 2013) auf seine Sparleistung bis zur Obergrenze von 1.200 Euro, höchstens also 18 Euro. Wer seinen Bausparvertrag vor Ablauf von sechs Jahren kündigt, muss die staatliche Prämie allerdings zurückzahlen. Die Bausparkassen bieten Verträge mit fixen und variablen Zinssätzen an. Meist wird für die ersten zwölf Monate ein höherer Zins gewährt. In Zeiten niedriger Zinsen ist der Ertrag zwar nicht sehr hoch, durch die staatliche Prämie allerdings in der Regel besser als bei einer Sparbuch-Anlage. Wer bauspart, erwirbt einen Anspruch auf ein Bauspardarlehen. Die Verzinsung bei Bauspardarlehen ist variabel, hat aber eine Zinsobergrenze von sechs Prozent. Die Obergrenze für Bauspardarlehen liegt bei 180.000 Euro, bei Paaren bei 360.000 Euro.

Hypothekarkredit oder Bauspardarlehen

Eine Immobilie ganz alleine mittels Bauspardarlehen zu finanzieren, ist aber nicht immer möglich. Denn zuerst muss angespart werden. Findet man jedoch schon heute seine Wunschimmobilie, ist unter Umständen eine teure Zwischenfinanzierung nötig, bis das Bauspardarlehen ausgezahlt werden kann. Als weitere Möglichkeit bietet sich deshalb das Hypothekardarlehen zur Immobilienfinanzierung an. Das bietet, sofern es als Darlehen mit variablen Zinssatz abgeschlossen wurde, aber keine Zinsobergrenze. Sollte der Marktzins also in Zukunft irgendwann deutlich steigen, könnte es für den Immobilieneigentümer teuer werden. Absicherungen bieten Cap-Darlehen mit festgelegter Zinsobergrenze oder Darlehen mit Festzinssatz für eine bestimmte Laufzeit.

Angebote vergleichen

Wie hoch der Zinssatz für eine Immobilienfinanzierung ist, hängt nicht nur vom aktuellen Marktzins, sondern auch von der Bonität des Immobilienerwerbers ab. Dabei werden zumeist 20 bis 30 Prozent Eigenkapital und ein sicheres Einkommen von den Banken erwartet. Die Zinshöhe orientiert sich am EURIBOR-Zinssatz, auf den ein gewisser Faktor aufgeschlagen wird. Dabei gilt: Je mehr Eigenkapital und je besser das Verhandlungsgeschick und die Bonität, desto niedriger ist der Zinsaufschlag auf den EURIBOR. Wer eine Immobilie bauen oder erwerben will, sollte deshalb immer Angebote von mehreren Banken einholen und vergleichen.

17.05.2013


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