Unkraut bekämpfen ohne chemische Keule – so geht’s

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Wer Unkraut wirksam bekämpfen möchte, kommt auch ohne Chemie zum Ziel. Eine wirksame Vorbeugung und ungiftige Methoden helfen, den Wildwuchs im Garten einzudämmen.

Unkraut, Foto: dioxin/photocase
Wer beim Kampf gegen Unkraut auf Chemie verzichten will, kommt ums Jäten nicht herum. Foto: dioxin/photocase Foto: dioxin/photocase

Einmal draufsprühen und für immer Ruhe haben – wenn der Rücken mal wieder vom Unkrautjäten schmerzt, schleicht sich selbst in die Köpfe überzeugter Bio-Gärtner der Gedanke an die chemische Keule. Beim Kampf gegen Löwenzahn, Giersch und Co. kommen Gartenbesitzer aber auch mit natürlichen Methoden zum Ziel. Einige Tricks und Hilfsmittel erleichtern die Arbeit.

Unkraut gar nicht erst wachsen lassen

Wer wenig Zeit zu jäten hat, kann Blumenbeete mit Unkrautvlies und Rindenmulch abdecken. Unter der dunklen Schicht kann kaum eine unliebsame Pflanze keimen. Dort, wo Kulturpflanzen gedeihen sollen, schneiden Gärtner Löcher in das Vlies. Auch zwischen Terrassen- und Bodenplatten gefüllter Sand verhindert, dass Unkraut in den Fugen austreibt.

Hitze gegen Wildwuchs

Wer kein Freund von mühsamer Kleinarbeit ist, kann größeren Flächen voller Unkraut mit kochendem Wasser oder einem Gasbrenner zu Leibe rücken. Nach der groben Vorarbeit müssen übriggebliebene Pflanzenstiele samt Wurzeln meistens trotzdem noch von Hand entfernt werden. Hobbygärtner, die sich keinen eigenen Gasbrenner anschaffen möchten, können ihn auch tageweise im Baumarkt leihen.

Vorsicht mit Salz und Essig

Viele Foren empfehlen Lösungen aus Salz oder Essig, um dem Unkraut Herr zu werden. Beide Substanzen sind jedoch schädlich für das Grundwasser und ihre Rückstände belasten den Boden. Der Umwelt zuliebe sollten Gärtner von diesen Hausmitteln lieber die Finger lassen.

Kleine Unkrautkunde

Wer mit Wurzelstecher und Gartenkralle gewappnet in den Kampf gegen den Wildwuchs zieht, sollte die gängigsten Unkräuter und ihre Eigenheiten kennen. Neben der Pflanze immer auch die Wurzeln zu entfernen, ist eine Grundregel, die fast jeder kennt. Bei einigen Arten ist dies aber wichtiger als bei anderen. Brennnessel, Giersch und Quecken verbreiten sich hauptsächlich unterirdisch. Hier gilt es, sämtliche Verästelungen aus dem Boden zu holen, um dauerhaft Ruhe zu haben.

Andere Unkrautsorten vermehren sich vor allem über Samen. Das gilt beispielsweise für Vogelmiere und Hirtentäschel. Diese Pflanzen bilden tausende von Saatkörnern, die jahrelang keimfähig bleiben und sich über den Wind im ganzen Garten ausbreiten. Solche Unkräuter sollten Hobbygärtner daher am besten herausreißen, bevor sie blühen und Samen bilden können. Wer das gejätete Unkraut auf den hauseigenen Kompost geben möchte, sollte darauf achten, dass der Kompost heiß genug ist. Anderenfalls überleben die Samen und gelangen mit dem neu entstandenen Humus wieder auf die Beete.

01.08.2014


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