Sicherheit im Haushalt: Welche Gefahren lauern im eigenen Zuhause?

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Vorsicht Lebensgefahr! Vom Bad über das Schlafzimmer bis hin zur Küche – in den eigenen vier Wänden lauern an jeder Ecke Gefahren. Besonders potentielle Risiken für Kinder werden gerne unterschätzt. Doch durch die Beachtung einiger grundlegender Regeln lässt sich die Sicherheit im Haushalt effektiv verbessern.

Sicherheit im Haushalt, Kinder, Steckdose, Foto: Aliaksei Lasevich/fotolia.com
Um die Sicherheit im Haushalt zu verbessern, sollten an Steckdosen Kindersicherungen montiert werden. Ansonsten setzt man die eigenen Kinder einer großen Gefahr aus. Foto: Aliaksei Lasevich/fotolia.com  Foto: Aliaksei Lasevich/fotolia.com

Das eigene Zuhause – hier kann man nach der Arbeit entspannen, Freunde einladen, Feste feiern oder sich zurückziehen. Doch es birgt auch einige Gefahren. Rund 200.000 Österreicher verletzten sich jährlich so schwer, dass sie ins Spital eingeliefert werden müssen. Das sind nahezu viermal so viele Personen wie im Straßenverkehr. Kein Wunder, denn in jedem einzelnen Raum lauern Risiken.

Große Gefahren zwischen Herd und Backofen

Ein großer Teil des Alltags spielt sich in der Küche ab. Um sich beim Schnippeln vom Gemüse oder Fleisch nicht in die eigenen Finger zu schneiden ist eine gute Beleuchtung von Vorteil. Doch selbst beim Zwiebeln schneiden sollte nie der Herd aus den Augen gelassen werden. Wenn man nicht aufpasst, kann es schnell zu einem Brand kommen. Daher gilt die Regel: Erhitzte Öle oder Fette niemals aus den Augen lassen. Sollte es dennoch zu einem Fettbrand kommen, dann niemals mit Wasser löschen, sondern im besten Fall mit einem Feuerlöscher oder zur Not mit einer Decke.

Viele drehbare Knöpfe, glänzende Töpfe und eine brutzelnde Pfanne – für viele Kinder besitzt der Herd eine magische Anziehungskraft. Damit die Kleinen nicht die heißen Töpfe herunterreißen können, sollte auf den hinteren Herdplatten gearbeitet werden. Außerdem empfiehlt es sich, die Pfannenstiele generell nach hinten auszurichten. So kommen Kinder nicht heran und es bleibt niemand daran hängen.

Jeder Raum kann zur Sicherheit im Haushalt beitragen

Nicht nur in der Küche, auch in den anderen Räumen ist die Sicherheit im Haushalt von großer Bedeutung. Denn die Gefahren fangen bereits im Vorzimmer an. Besonders bei Großfamilien liegen hier unzählige Schuhpaare am Boden. Mit einer guten Beleuchtung lassen sich die Stolpersteine sofort erkennen und es kommt nicht zu Stürzen.

Sturzgefahr herrscht auch im Schlafzimmer. Beim nächtlichen Gang zur Toilette kann es im Dunklen schon mal zu unerwünschten Zusammenstößen kommen. Daher empfiehlt sich eine Nachttischlampe. Doch im Schlafzimmer können auch weitaus schlimmere Unfälle passieren: zum Beispiel ein Brand. Häufiger Grund ist das Rauchen im Bett. Schnell schläft man mit der glimmenden Zigarette in der Hand ein und innerhalb kürzester Zeit steht die komplette Wohnung in Brand. Deshalb am besten erst gar nicht mit der Zigarette ins Bett gehen. Doch auch ein romantischer Abend im Kerzenschein kann schnell in einem Desaster enden. Denn besonders in der Nähe von brennbaren Stoffen sollten Kerzen nicht unbeaufsichtigt gelassen werden.

Jedermann weiß es, doch oft wird es missachtet: Elektrische Geräte sollten sich beim Baden oder Duschen niemals in der Nähe des Wassers befinden. Mit einem falschen Handgriff landet der Fön oder Rasierer in der Badewanne und das kann bekanntlich tödliche Folgen haben. Um darüber hinaus die Gefahr eines Sturzes in der Dusche zu vermeiden, bietet es sich an, Haltegriffe und rutschfeste Gummimatten anzubringen. Besonders für Menschen, die etwas unsicher auf den Beinen sind, sind sie sinnvolle Hilfen.

Vorsicht beim Umgang mit Strom!

Das Wohnzimmer ist der Ort zum Relaxen und Ausruhen, aber auch für das Heimkino. Wo viele technische Geräte verwendet werden, kann es auch zu Kurzschlüssen kommen. Daher sollten TV, Blu-ray-Player und Co. bei Nichtgebrauch ausgesteckt werden. Auch eine regelmäßige Überprüfung des FI-Schalters im Sicherungskasten dient zur Vorbeugung. Bei einem Fehlstrom unterbricht er den gesamten Stromkreis und verhindert so die Gefahr von Stromschlägen.

Besonders in Haushalten mit Kindern ist Vorsicht geboten. Da sich Steckdosen genau auf Augenhöhe von Kindern befinden, sind sie beim Krabbeln besonders interessant. Doch die Neugier kann schwere Verletzungen zur Folge haben. Daher ist es ratsam, Kindersicherungen an den Steckdosen anzubringen. Generell gilt: Elektrogeräte beziehungsweise Kabel sollten für Kinder unzugänglich sein.

Gut gerüstet für den Notfall

Sollte es doch einmal zu einem Unfall kommen, ist eine gut sortierte Hausapotheke für die erste Hilfe äußerst wichtig. Allerdings müssen die Medikamente in regelmäßigen Abständen auf ihre Haltbarkeit überprüft werden. Auch diverse Notrufnummern, wie von Polizei, Feuerwehr, Rettung oder Kinderarzt, sollten stets griffbereit sein.

Um im Brandfall rechtzeitig gewarnt zu werden, ist es sinnvoll, an jeder Decke einen Rauchmelder anzubringen. Nur in der Küche ist er überflüssig. Hier würde es durch die Küchendämpfe häufig zu Fehlalarmen kommen. Auch ein Feuerlöscher sollte möglichst schnell zur Hand sein. So können kleinere Brände selbst gelöscht werden, bevor das Feuer und somit auch der Schaden noch größer wird.

04.02.2014


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